Es kommt eine Zeit, in der wir uns in nachdenklicher Stimmung hinsetzen,
das vergangene Jahr zusammenfassen und uns fragen, was das neue wohl bringen wird.
Die führenden Designer haben schon neue Ideen für die kommenden Saisons in ihren Schubladen liegen,
die Modezaren wissen schon, was sie diktieren werden, und die Investoren wissen,
in was sie investieren werden. .
Und ich lade Sie ein, sich etwas genauer anzusehen, was in der Innen- und Dekorationswelt passieren kann.
Was war da?
Im vergangenen Jahr triumphierten kleine Handarbeiten wie Makramee und geflochtene Körbe, die eine natürliche Fortsetzung der zuvor begonnenen Mode für übertriebene Maxi-Teppiche und Decken waren, welche manuell (Hände statt Stricknadeln) oder mit großen Nadeln gemacht wurden. Von den einen geliebt, von den anderen stark kritisiert aus Angst vor einer Rückkehr zu den "Makramee"-Eulen aus der Zeit der Volksrepublik Polen. Man sieht aber, dass sie schon langsam vergehen. Die Faszination mit Webmethoden ist in unserer Kultur tief verwurzelt. Es ist gut, dass solche Traditionen nicht verloren gehen, sondern wieder entdeckt und aufgefrischt werden, zum Beispiel dank besserer Materialien.
Was ist da?
Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden die natürliche Feinde der Immobilienentwickler, die Verteidiger von Fröschen und Blumen auf unbewohnten Gebieten verhöhnt, öffentlich kritisiert, als Verrückte und Außenseiter bezeichnet. Es ist schön zu sehen und zu lesen, dass die Sorge für die Ökologie dank des wachsenden Bewusstseins der Menschen in Mode kommt. Die Mode für "Öko" sollte gepflegt und weiterentwickelt werden. Ich träume von dem Tag, wenn jemand, der eine Plastikflasche kauft, genauso behandelt wird wie jemand, der heute in einem Restaurant eine Zigarette rauchen will.
Und was hat das mit Innenräumen zu tun? Die Sehnsucht nach der Natur und der Wunsch, ihr auch in der Stadt nahe zu sein, das Bedürfnis des Kontakts mit Grün und sauberer Luft haben in jüngster Zeit den Effekt einer Mode für "grüne Mauern" und Wälder in Gläsern hervorgebracht. Obwohl dies keine innovative Idee ist, sondern nur eine Möglichkeit, die von der nächsten Generation entdeckt wurde, scheint der Wald im Glas genauso wie vertikale Gärten erst seine Position auf polnischen DIY-Seiten einzunehmen und er wird sich immer größeren Interesses erfreuen.
Aus Norwegen importiert und schön grün gefärbt, ist die in einem Rahmen oder Glas fein arrangierte Rentierflechte leider nicht billig. Aber alle unsere einheimischen Arten dieses Pilzes (es ist kein Moos) stehen gerade wie alle Moose unter Teilschutz. In der Praxis bedeutet dies, dass wir sie nicht rechtswidrig zerstören oder herausschneiden können. Die Rentierflechte kann man in Polen im ganzen Land antreffen, meist an sonnigen Stellen, auf Dünen, Heiden und in der Nähe von Kiefernwäldern.
Unsere Neugier hat uns auch zu Proben auf diesem Gebiet geführt, siehe:
Pantone hat bereits zum zwanzigsten Mal die Farbe des Jahres gewählt, 2019 ist es living coral geworden. Eine frische, fröhliche Farbe, die mit unbeschwerter Wärme verbunden wird, und unsere Lebensenergie und unseren Stoffwechsel anregt. Es soll Spaß machen und uns daran erinnern, wie wichtig Freude ist, die wir oft in der Natur finden können. Wir können sie finden, wenn wir uns ihr nähern, anstatt sie erobern und an uns anpassen zu wollen. Wir werden sie finden, wenn wir sie respektieren und beobachten, aber nicht ändern.
Die Absicht gefällt mir sehr, aber die Farbe wird nicht viele Fans unter Innenarchitekten gewinnen. Eventuell als Akzent, ein kleiner Korallenzusatz, aber keine Dominante. Öko zu sein bedeutet auch, Entscheidungen zu treffen. Auf Gegenstände zu setzen, die manchmal teurer, aber aus haltbareren Materialien gemacht sind. Produziert unter ökologisch stabilen Bedingungen, ohne giftige Substanzen, für deren Herstellung die Mitarbeiter eine angemessene Vergütung erhalten. Obwohl Konzepte wie "von Wiege zu Wiege" oder "Sustainable Design" viele Fans haben und stehende Ovationen bekommen, ist es immer noch schwierig,sie in die Praxis umzusetzen.
Null-Abfall-Bewegungen, Waldkindergärten, Kompostierung in der Stadt und die Sorge für die Wasserqualität werden immer populärer. Wir haben als Menschen die Aufmerksamkeit dem großen Problem der Qualität der Luft, mit der wir atmen, geschenkt.Vorschriften zur Müllverbrennung, zur Qualität der Kessel und zur Art des verbrannten thermischen Brennstoffs, was wir in den letzten Monat in Form eines wichtigen, obwohl wenig produktiven Treffens auf dem COP24-Klimagipfel in Katowice beobachten konnten.
In der Welt der Details sehen wir eine wachsende Liebe für Metalle, die mit einem Zusatz von Lack lange und glänzend leuchten und, so natürlich wie Lebensgefährten, an ihrem eigenen Beispiel zeigen werden wie die Zeit vergeht und uns alle verändert. Und über Patinierung und Finish-Arten unserer Griffe schreiben wir bald mehr, um Zweifel auszuräumen.
What is coming?
Die ewige Liebe zu goldenen und edlen Ergänzungen und der Einfluss der japanischen Kitsungi-Kunst haben das Thema Erneuerung, wertvolle Materialien und Langlebigkeit wieder in den Innenraum gebracht. Die schnellen und billigen Lösungen aus Karton haben sich nicht bewährt. Wir haben lieber weniger, aber verlässliche Dinge, oftmals mit Multitasking, visuell einzigartig und funktional aufeinander abgestimmt. Eine Renaissance erlebt auch der Art-Deco-Stil. Nach etwa hundert Jahren stehen goldene geometrische Muster, begrenzte Farbpaletten und starke Kontraste wieder in der Gunst. Eleganz, aber diesmal in Verbindung mit intelligenten Technologien, leichter und mit dem Wunsch, zur Natur zurückzukehren.
Der Wunsch, zur Natur zurückzukehren, die Bezugnahme auf die ursprünglichen Bedürfnisse des Menschen, die wir in Eile des wirtschaftlichen Fortschritts vergessen haben, und die Nutzung der technologischen Möglichkeiten, ist eine Richtung, die wir in der Welt der Designer immer öfter einschlagen. Immer dynamischer entwickeln sich die Bewegungen zur "Verdörflichung der Städte". Wahrscheinlich wollen wir als Bewohner großer Ballungsräume nicht nur passive Konsumenten dessen sein, was außerhalb unserer Augen entsteht, sondern auch bewusste Schöpfer. Gleichzeitig wächst die intelligente Technologie heran, die die langweilige Prosa des Lebens erleichtert und erlaubt es, Geräte und Beleuchtung sowie Heizung fernzusteuern, wodurch die Bedienung für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie weit von zu Hause möglich wird. Ich denke, dass das neue Jahr viele einfache, multifunktionale Lösungen bringen wird.

Kühlschränke, die Informationen darüber senden, was sich in ihnen befindet, wenn Sie gerade einkaufen, gibt es schon. Ich persönlich warte auf eine Applikation, die mir vorsagt, was ich im Schrank habe, womit es kombiniert werden kann, und wenn es über ein Jahr lang nicht gebraucht wird, von alleine ein Foto an populäre Online-Auktionen sendet, um das Zeug an jemand abzugeben, der es benutzen wird;) smart-wardrobe (Prototypen sind schon da!)
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